News 02-2026

Augenheilkunde im Wandel: GOÄ-Reform, Cybersicherheit und neue digitale Lösungen

Übersicht

1. Produkt-News: Serien-Aufgaben mit Checklisten in NUMERAS Praxis

2. Produkt-News: Neues Design für NUMERAS Praxis zur DOC 2026

3. FinanzKommission Gesundheit: Sparpläne könnten Augenheilkunde spürbar verändern

4. Neuer Fachbereich bei NUMERAS: NUMERAS Abrechnung

5. NIS-2 im Gesundheitswesen: Die Pflicht ist da – jetzt zählt die Umsetzung

1. Neuigkeiten aus NUMERAS Praxis: Serien-Aufgaben jetzt mit Checklisten

Mit dem neuen Update von NUMERAS Praxis wurde die Funktion der Serien-Aufgaben erweitert: Ab sofort können Aufgaben mit Checklisten und verpflichtenden Teilaufgaben ergänzt werden.

Das bedeutet: Zu einer Aufgabe lassen sich nun konkrete Arbeitsschritte oder Prüfpunkte definieren, die Mitarbeitende aktiv abhaken müssen, bevor die Aufgabe abgeschlossen werden kann.

Warum ist das sinnvoll?

Gerade bei wiederkehrenden Prozessen sorgt diese Erweiterung für deutlich mehr Struktur, Qualität und Nachvollziehbarkeit.

Mehr Sicherheit im Arbeitsalltag

Wichtige Zwischenschritte werden nicht mehr vergessen. Besonders bei QM-Prozessen, Audits, Hygienekontrollen oder Dokumentationspflichten hilft die Checklisten-Funktion dabei, Standards zuverlässig einzuhalten.

Klare Orientierung für Mitarbeitende

Teilaufgaben geben eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dadurch wissen Mitarbeitende jederzeit, was bereits erledigt wurde und was noch offen ist – ideal auch für neue Kolleginnen und Kollegen oder Vertretungen.

Höhere Prozessqualität

Aufgaben können erst abgeschlossen werden, wenn alle definierten Checkpoints bearbeitet wurden. So wird sichergestellt, dass Prozesse vollständig durchgeführt werden und keine relevanten Punkte übersehen werden.

Bessere Nachvollziehbarkeit

Durch die dokumentierten Häkchen entsteht eine transparente Übersicht über den Bearbeitungsstand. Das erleichtert interne Kontrollen und unterstützt bei Nachweisen gegenüber Auditoren oder Zertifizierungsstellen.

2. Neues Design für NUMERAS Praxis zur DOC 2026

Zur DOC 2026 präsentiert sich NUMERAS Praxis in einem komplett neuen Look. Mit der umfassenden Überarbeitung wurde das gesamte Design modernisiert und die Benutzeroberfläche noch intuitiver, übersichtlicher und effizienter gestaltet.

Erste Einblicke in das neue Designkonzept – finale Umsetzung und Details können noch abweichen.

Im Mittelpunkt steht das vollständig neugestaltete Dashboard: Offene Aufgaben, wichtige Meldungen, Dokumentenfreigaben und Schnellaktionen sind jetzt klar strukturiert und auf einen Blick sichtbar. Dadurch finden sich Mitarbeitende noch schneller zurecht und können tägliche Prozesse effizienter bearbeiten.

Besonders praktisch sind die neuen Schnellzugriffe direkt auf der Startseite – unter anderem zur:

  • E-Learning Plattform
  • QM-Bibliothek
  • dem KI-Assistenten NI-KI

So stehen Wissen, Unterstützung und wichtige Inhalte jederzeit zentral zur Verfügung.

Doch nicht nur die Desktop-Version wurde modernisiert: Auch die TeamCom App wurde in diesem Jahr designmäßig vollständig überarbeitet und optimiert. Nutzerinnen und Nutzer profitieren damit auf allen Geräten von einer einheitlichen, modernen und deutlich verbesserten Benutzererfahrung.

Mit dem neuen Design schafft NUMERAS die Grundlage für zukünftige Erweiterungen und macht die tägliche Arbeit in Praxen noch digitaler, komfortabler und effizienter.

3. FinanzKommission Gesundheit: Sparpläne könnten Augenheilkunde spürbar verändern

Mit ihrem Bericht vom 30.03.2026 hat die FinanzKommission Gesundheit (FKG) 66 Empfehlungen zur Stabilisierung der GKV-Beitragssätze vorgestellt. Ziel ist es, die stark steigenden Gesundheitsausgaben zu begrenzen und die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung langfristig zu sichern.

Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • strengere Wirtschaftlichkeitsvorgaben
  • stärkere Digitalisierung und Prozessoptimierung
  • effizientere Versorgungsstrukturen
  • Begrenzungen bei Vergütungssteigerungen

Empfehlung Nr. 18 sorgt für Diskussionen

Besonders aufmerksam verfolgt die Augenheilkunde derzeit die Reformempfehlung Nr. 18. Darin schlägt die Kommission vor, die EBM-Ziffern im Zusammenhang mit Katarakt-Operationen abzusenken. Begründet wird dies mit steigenden Fallzahlen sowie zunehmenden Effizienzgewinnen im ambulanten OP-Bereich.

Eine endgültige Umsetzung gibt es bislang zwar noch nicht, die Empfehlung gilt politisch jedoch weiterhin als aktuell und wird im Rahmen der geplanten GKV-Reformen geprüft.

Mögliche Auswirkungen auf Praxen

Sollten Teile der Empfehlungen umgesetzt werden, könnte dies zu folgenden Veränderungen führen:

  • steigendem wirtschaftlichem Druck auf Praxen und OP-Zentren
  • erschwerten Investitionen in moderne Technik
  • stärkerem Fokus auf Effizienz und Standardisierung
  • wachsender Bedeutung digitaler Prozesse

Gerade deshalb gewinnen digitale Lösungen, strukturierte Abläufe und intelligente Prozessunterstützung im Praxisalltag zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, in welcher konkreten Form die Vorschläge der FinanzKommission tatsächlich gesetzlich umgesetzt werden.

4. Neuer Fachbereich bei NUMERAS: NUMERAS Abrechnung

Die Privatabrechnung steht am Wendepunkt – ist Ihre Praxis bereit für die neue GOÄ?

Gerade in der Augenheilkunde wird das Problem immer deutlicher sichtbar:
Während Diagnostik und Therapie heute auf höchstem medizinischem Niveau stattfinden, basiert die Privatabrechnung vieler Leistungen noch immer auf einer Gebührenordnung aus den 1980er Jahren.

Die Folge im Praxisalltag:

  • komplexe Analogabrechnungen mit hohem Fehlerpotenzial
  • zeitintensive Rückfragen und Diskussionen mit Kostenträgern
  • Unsicherheiten bei der Honorardurchsetzung
  • und damit reale wirtschaftliche Risiken für Praxen und OP-Zentren

GOÄ-Novellierung: Die nächsten Schritte laufen bereits

Nach Jahren der Diskussion nimmt die GOÄ-Reform zunehmend konkrete Formen an:

  • Der Entwurf der Bundesärztekammer liegt seit 2025 vor
  • Ein ministerieller Regelungsentwurf wird für Mitte 2026 erwartet
  • Politisches Ziel bleibt eine Einführung ab 2027 – realistisch eher ab 2028

Klar ist schon heute: Die neue GOÄ wird kein kleines Update, sondern ein grundlegender Systemwechsel. Wer sich nicht frühzeitig vorbereitet, riskiert Erlösverluste, Reibungsverluste bei Prozessen und fehlende Transparenz in einer entscheidenden Umstellungsphase.

Unser neuer Fachbereich: NUMERAS Abrechnung

Mit NUMERAS Abrechnung unterstützen wir augenärztliche Einrichtungen dabei, Abrechnung strategisch zu denken – nicht nur administrativ.

Unser Ansatz:

✔ Systematisches Abrechnungscontrolling
✔ Transparenz über Leistungen und Erlöse
✔ Strukturierte Vorbereitung auf die neue GOÄ
✔ Schulungen für Teams – flexibel per E-Learning oder individuell vor Ort
✔ Entlastung medizinischer Teams im Praxisalltag

Persönlich vor Ort auf dem DOC Kongress

Unsere Abrechnungsspezialistin Sonja Becker ist am 19.06.2026 auf dem DOC Kongress in Nürnberg direkt am NUMERAS-Stand (F16 / Halle 7A) vor Ort.

Sie unterstützt Praxen dabei,

  • Abrechnungspotenziale zu identifizieren,
  • Erlöse zu sichern
  • und sich strategisch auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten.

Sprechen Sie uns gerne an – wir freuen uns auf den persönlichen Austausch.

5. NIS-2 im Gesundheitswesen: Die Pflicht ist da – jetzt zählt die Umsetzung

Seit dem 6. Dezember 2025 ist das deutsche NIS-2-Umsetzungsgesetz in Kraft. Ziel ist es, die Cybersicherheit in kritischen und wichtigen Bereichen deutlich zu stärken – dazu gehört auch das Gesundheitswesen.

Für größere Praxen, MVZ und Einrichtungen im Gesundheitswesen bedeutet das: Sie müssen prüfen, ob sie unter die neuen Vorgaben fallen. Laut KBV können etwa 1.000 Praxen und MVZ betroffen sein – insbesondere größere oder umsatzstarke Einrichtungen.

Registrierung: Viele Einrichtungen sind noch nicht erfasst

Betroffene Einrichtungen mussten sich grundsätzlich beim BSI registrieren. Bis zum 02.04.2026 waren laut BSI 15.477 Unternehmen registriert – bei rund 29.500 erwarteten betroffenen Organisationen.

Damit zeigt sich: Die Umsetzung läuft, aber viele Einrichtungen sind offenbar noch nicht vollständig registriert oder befinden sich noch in der Klärung ihrer Betroffenheit.

Was gilt konkret?

Für betroffene Praxen und MVZ stehen vor allem diese Punkte im Fokus:

  • Registrierung beim BSI
  • Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle
  • technische und organisatorische Schutzmaßnahmen
  • Schulungs- und Überwachungspflichten für die Geschäftsleitung
  • dokumentierte IT-Sicherheitsprozesse

Erhebliche Sicherheitsvorfälle müssen gestuft gemeldet werden: erste Meldung binnen 24 Stunden, weitere Bewertung binnen 72 Stunden, Abschlussmeldung in der Regel binnen eines Monats.

Warum das Thema für Augenarztpraxen wichtig bleibt

Gerade augenärztliche Einrichtungen arbeiten mit hochsensiblen Patientendaten, vernetzten Geräten, Praxissoftware, Bildgebungssystemen und digitalen Kommunikationswegen. Ein IT-Ausfall kann schnell den gesamten Praxisbetrieb beeinträchtigen.

Deshalb sollte NIS-2 nicht nur als gesetzliche Pflicht verstanden werden, sondern als Anlass, die eigene digitale Resilienz zu überprüfen: Zuständigkeiten klären, Notfallpläne aktualisieren, Mitarbeitende schulen und Sicherheitsprozesse verbindlich dokumentieren.

Die wichtigste Erkenntnis: Abwarten ist keine sichere Strategie. Auch wer unsicher ist, ob die eigene Praxis betroffen ist, sollte die Betroffenheit aktiv prüfen und die nächsten Schritte dokumentieren.